Gesundheitsschädigung durch Infektionkrankheiten
¤ Versicherung-Schutz >
Infektionkrankheiten
Keiner ist gegen eine Infektionskrankheit immun, was auch die
jährlich steigenden Zahlen von z.B. Grippe-Erkrankungen belegt.
Eine Infektionskrankheit wird umgangssprachlich auch als 'Infekt' oder als
'ansteckende Krankheit' bezeichnet und ist eine durch Erreger hervorgerufene
Erkrankung. Sie ist aber nicht einer "reinen" Infektion gleich zu setzen,
da nicht jede Infektion auch zu einer Erkrankung führt.
Infektionkrankheiten zeigen ein breites Spektrum von zeitlichen Verläufen
und Symptomen. Sie können hochakut in wenigen Tagen entstehen oder sich
über Wochen, Monate, manchmal Jahre hinweg langsam entwickeln. Die
Gefährlichkeit einer Infektions- krankheit ist abhängig von der so
genannten Virulenz des Erregers. Ob und in welcher Schwere eine Infektion auch
zu einer Infektionskrankheit führt, hängt neben vielen anderen Faktoren auch
von der Zahl der aufgenommenen Erreger ab.
Infektionkrankheiten werden hervorgerufen durch Erreger wie z.B. Viren und Bakterien,
die sich auf unterschiedlichste Weise verbreiten - etwa beim sprechen, Husten,
Niesen (Tröpfcheninfektion), durch verseuchte Lebensmittel, durch verunreinigte
Gegenstände (Schmierinfektion) oder durch direkten Kontakt über die Schleimhaut.
Auch sogenannte 'Reisekrankheiten' kennen keine Grenzen. Da, wo lückenhafter
Immunschutz besteht, können sich Erreger ungehindert verbreiten. Darum ist es
so wichtig, dass sich jeder vor Infektionkrankheiten durch Schutzimpfungen schützt.
Jeder Ungeschützte kann sich anstecken und erkranken, kann aber auch nur der
Träger des Erregers sein und ihn - ohne es selbst zu bemerken - auf andere Menschen übertragen.
Wußten Sie, das Röteln und Windpocken während der Schwangerschaft
zur Schädigung des Ungeborenen führt? An Masern jährlich in Deutschland noch
ca. 10.000 Kinder erkranken? Das Mumps bei Erwachsenen zur Unfruchtbarkeit / Impotenz führen kann?
Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, wie gefährlich Infektionkrankheiten sind.
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Versicherung-Schutz bei Ausbruch von Infektionkrankheiten

Versicherungsschutz besteht
beim Ausbruch einer Infektionkrankheit, die durch Insektenstiche oder sonstige
von Tieren verursachte Hautverletzung übertragen wurde. Infektionkrankheiten die durch Tiere /
Insekten auf Menschen übertragen und eine Gesundheitsschädigung zur Folge haben können, sind z.B:
Borreliose, Brucleose, Enzephalitis, Fleckfieber, Gelbfieber, Malaria, Meningitis und Pest.

Tollwut, Wundstarrkrampf und Wundinfektionen sind mitversichert.

Versichert sind auch alle Gesundheitsschäden, die der versicherten Person
nach dem Ausbruch folgender Infektionkrankheiten entstehen:
Masern, Cholera, Diphterie, Gürtelrose, Keuchhusten, spinale Kinderlähmung, Mumps,
Pfeiffersches Drüsenfieber, Windpocken, Röteln, Scharlach, Tuberkolose und Typhus

Mitversichert sind auch sonstige Infektionen durch geringfügige
Haut- oder Schleimhaut-Verletzungen, sofern der Versicherung das ursächliche
Ereignis innerhalb von 4 Wochen angezeigt wurde.

Versicherungsschutz besteht auch in dem Fall, dass infolge eines versicherten Schadens
Heilmaßnahmen oder Eingriffe stattfinden und dabei bzw. dadurch spätere
Gesundheitsschäden durch Infektion entstehen.

Als versicherte Leistung kann
bei einem Gesundheitsschaden durch Infektion- krankheiten in
folgenden Leistungsarten(je nach Tarif in unterschiedliche Höhe!) geleistet werden:
- Invaliditätsleistung (einmalige Kapitalleistung)
- Unfallrente (lebenslange Zahlung)
- Krankenhaustagegeld mit Genesungsgeld (für jeden stationären Krankenhaustag)
- Übergangsleistung mit Sofortleistung bei Schwerverletzungen
- Todesfalleistung
- beitragsfreie Zusatzleistungen
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versicherte Infektionkrankheiten
Masern
Inkubationzeit 8-12 Tage. Übertragung durch Direktkontakt oder Tröpfcheninfektion.
Beginn mit Fieber und Erkältungserscheinungen, später folgt sehr hohes Fieber und
der Masern-typische Hautausschlag. Schwere Bronchitis, Mittelohrentzündung und/oder
Lungenentzündung sind häufige Begleiterscheinungen der Masern und führen
zu schweren Komplikationen. Am gefährlichsten ist bei Masern der Krankheitsverlauf
in Richtung Gehirnentzündung (Enzephalitis), da ca. 30% der Erkrankten daran
versterben und bei weiteren ca. 30% schwerste geistige- und körperliche Dauerschäden verbleiben.
Cholera
Inkubationszeit von 2-3 Tagen. Entsteht bei Verunreinigung von Trinkwasser mit
Abwasser / Fäkalien. Krankheitsverlauf meißtens in drei Stadien.
Gekoppelt mit immer mehr zunehmenden Schmerzen im Unterleib beginnt Cholera mit Brechdurchfall,
danach hochakutem Flüssigkeitsmangel(Exsikkose) und endet mit Benommenheit, Verwirrtheit,
Koma und Hautausschlägen. Komplikationen wie zum Beispiel eine Lungenentzündung,
eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse und eine Sepsis können hinzukommen.
Diphterie
Inkubationszeit 2-5 Tage. Tröpfcheninfektion. Beginnt mit Fieber, Schluckbeschwerden,
Heiserkeit, Husten und mit Belägen im Nasen-Rachen-Raum. Kann mit einer schweren
Erkältung verwechselt werden. Die Diphterie-Erreger bilden ein Gift, welches
zu Herzmuskelschäden und Nervenlähmungen führen kann und bei nicht
ausreichender bzw. frühzeitiger Behandlung auch zum Tod führen kann.
Gürtelrose
Ist die umgangsprachliche Bezeichnung für 'Herpes Zoster'. Die Gürtelrose
ist eine Viruserkrankung, die hauptsächlich durch einen schmerzhaften, streifenförmigen
Hautausschlag mit Blasen auf einer Körperseite in Erscheinung tritt. Symptome sind Brennen
und teils starke Schmerzen in dem Hautbereich, der durch den betroffenen (entzündeten)
Nervenstrang versorgt wird und in dem Nervenstrang selbst. 2-3 Tage nach Auftreten
der anfänglichen Schmerzen treten gerötete Stellen auf, die im weiteren Verlauf Knötchen
und dann Bläschen bilden. Die Bläschen füllen sich mit einer klaren
oder weißen, eitrigen Flüssigkeit, welche infektiös ist. Die
Rötung und Bläschenbildung tritt normalerweise stark lokalisiert (um
den Nervenstrang) und meistens nur auf einer Körperseite auf; in seltenen
Fällen kann es zu beidseitigem Befall kommen. Nach einigen Tagen platzen
die Bläschen auf und verschorfen. Eine Gürtelrose kann 1-4 Wochen
dauern und ist mit Windpocken zu vergleichen.
Keuchhusten
Inkubationszeit 7-14 Tage. Tröpfcheninfektion bei direktem Kontakt mit Infizierten.
Über Wochen bis Monate andauernde, schwerste Hustenanfälle, die zeitweise krampfartig
und mit Atemnot verlaufen. Teilweise Folgeerkrankungen wie Mittelohrentzündung,
Lungenentzündung und Erkrankungen des Gehirns (massive Schädigung).
spinale Kinderlähmung
Inkubationszeit 7-14 Tage. Fäkal-orale Infektion. Der Krankheitsverlauf ist sehr variabel. So haben einige
ein grippe-ähnliches Krankheitsbild mit Durchfall und Erbrechen und andere bekommen
eine Hirnhautentzündung. Bei 4-5% tritt eine bleibende Lähmung ein. Es gibt inzwischen
eine Kombi-Impfung mit Diptherie, Keuchhusten und Tetanus!
Mumps
Inkubationszeit 12-15 Tage. Infektion durch Tröpfcheninfektion oder Küssen. Virusausscheidung
auch in Urin und Muttermilch. Große Variabilität im Krankheitsbild. Oftmals Abgeschlagenheitsgefühl,
erhöhte Temperatur, Kopf-, Hals- und Ohrenschmerzen. Zusätzlich schwellen die
Ohrspeicheldrüsen (dicke Wangen und Schwerzen beim Kauen). Das tückische an Mumps
sind aber die Komplikationen, die sich nicht sofort bemerkbar machen. Bleibende
Hörschäden, Eierstockentzündungen, Entzündung der Bauchspeicheldrüdse (Pankraitis),
Gehirn- und Gehirnhautentzündung und Hodenentzündung (führt bei 30-40% der Infizierten zur
Zeugungsunfähigkeit).
Pfeiffersches Drüsenfieber
Inkubationszeit 1-2 Monate. Hauptsächliche Infektion durch Speichel, aber auch
durch Schmierinfektion. Am häufigsten sind ältere Kinder und junge
Erwachsene vom Drüsen-Fieber betroffen, welches die Lymphknoten, aber
auch Leber, Milz und Herz angreift. Es treten meisten grippeähnliche
Krankheitsanzeichen mit gleichzeitiger, teils schmerzhafter Schwellung der Lymphknoten
auf. Es gibt nur sehr selten Komplikationen. Das Gerücht, das Drüsenfieber
Impotenz zur Folge haben soll, ist medizinisch widerlegt.
Windpocken
Inkubationszeit 14-16 Tage. Übertragung durch Schmier- und Tröpfcheninfektion.
Auch durch Kontakt mit Gürttelrose-Infizierten (Herpes Zoster). Fieber und stark
juckender und bläschenförmiger Ausschlag am Kopf, Rumpf, Arme und Beine, sowie
den Schleimhäuten. Hohe Komplikationsrate zwischen dem 1. und 16. Lebensjahr.
Bei Erwachsenen oftmals zusätzliche Pneumonie (Lungenentzündung). Erkranken Schwangere
bis zur 20.Woche an Windpocken, besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit einer
schweren Schädigung des Ungeborenen (neurologische Erkrankungen, Augenschäden,
Skelettanomalien). Besonders gefährlich sind Windpocken bei Schwangeren im Zeitraum
von 5 Tage vor bis 5 Tage nach der Entbindung, da es hier i.d.R. zur Übertragung
der Infektion auf das Kind kommt und in ca. 35% der Fälle zum Tod des Kindes und/oder
zum Tod der Mutter kommt.
Bei nachlassender Immunität gegen Windpocken kann das Virus lebenslang im Nervensystem
verbleiben und immer wieder eine Gürtelrose verursachen.
Röteln
Inkubationszeit 2-3 Wochen. Infizierung durch Tröpfcheninfektion und direkten
Kontakt mit Erkrankten und über Gegenstände. Zu Beginn meißtens leichte Atemwegs-
entzündungen. Danach tritt, bei gleichzeitiger sehr auffälliger Gesichtsrötung,
ein juckender Hautausschlag auf. Der Hautausschlag verheilt i.d.R. nach 3-5 Tagen. Das größte
Risiko besteht aber bei Schwangerschaften in der 1. bis zur 18.Woche ! Die Infizierung
mit Röteln in dieser Zeit führt bei ca. 85% der Fälle zu schwersten Mißbildungen
des Kindes (Augenschäden, Taubheit, Herzfehler, neurologische Schäden sowie Wachstumsrückstand).
Aber auch nach dieser Zeit können Schäden beim Kind in Form von Schwerhörigkeit
oder Mikrozephalie (vermindertes Kopfwachstum) auftreten.
Scharlach
Inkubationszeit von 2-4 Tage. Ansteckung meißtens durch Mund oder Rachen (Speichel),
aber auch durch Tröpfcheninfektion und offene Wunden. Scharlach beginnt oftmals mit
hohem Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen und einer Rachenentzündung,
die von Bauch- oder Kopfschmerzen begleitet wird. Der Rachen ist dabei typischerweise
tiefrot und die Gaumenmandeln sind geschwollen (Scharlach-Angina). Danach kommt es zu
starken Schluckschmerzen und Schwellung der Lymphknoten. Gleichzeitig entstehen stark
juckende und stecknadelkopfgroße, intensiv rotgefärbte Flecken.
Dieser Ausschlag befindet sich meißtens in den Achseln und Leistenbereich.
Circa 10 Tage nach der Infektion kommt es zusätzlich auch zu einer starken
Schuppung der Haut an den Finger- oder Zehenkuppen oder auch an den
gesamten Handflächen und Fußsohlen.
Tuberkolose (TBC)
Die Tuberkolose, früher auch als 'Schwindsucht' bezeichnet, ist eine Infektionkrankheit,
die vorrangig die Lunge befällt. Die Ansteckung erfolgt durch Tröpfcheninfektion.
Als Symptome sind bisher über Wochen anhaltender
Husten mit Abhusten von gelblich-grünem Schleim, Abgeschlagenheit, Müdigkeit,
wechselnde Temperaturen zum Abend hin und Nachtschweiß. Beim
Husten treten Schmerzen in der Brust auf und es kann zu Atemnot kommen.
Die Tuberkulose-Bakterien vermehren sich in der Lunge und zerstören das
Gewebe, welches auch ausgehustet wird. Teilweise entstehen auch warzenartige
Eiterherde, Geschwüre und schmerzhafte Schwellungen an den Gelenken.
Typhus
Inkubationszeit 7-21 Tage. Die Übertragung erfolgt i.d.R. fäkal-oral, also durch
über mit Stuhl kontaminierte Lebensmittel oder Trinkwasser. Zu Beginn erfolgt ein
stuffenartig ansteigende Temperatur, Kopfschmerzen, Durstgefühl, Bauchschmerzen
und Verstopfungen. Nach ca. 1 Woch bereits Fieber um 40° mit Durchfall und Übelkeit.
Zusätzlich können schwere Komplikationen durch Kreislaufversagen, Darmblutung,
Darmdurchbruch, Lungenentzündung, Thrombose und Hirnhautentzündung auftreten.
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HINWEIS: Diese Leistungsübersicht stellt lediglich eine Kurzbeschreibung der
versicherten Leistungen (XXL-Konzept) dar. Die rechtsverbindliche Beschreibung
des Versicherungsschutzes ergibt sich ausschließlich aus den beantragten
und vom Versicherer (InterRisk Versicherungs AG) im Versicherungsschein
dokumentierten Leistungen sowie aus den vereinbarten Versicherungs- bedingungen
(AUB 2008-XXL)! Die Bedingungen werden Ihnen mit dem Angebot zugesandt !